In Japan wird eine Teetasse nicht nur nach ihrem Aussehen ausgewählt. Sie wird nach dem Gefühl in der Hand, der Jahreszeit und der Art des Tees beurteilt.
Yunomi vs. Chawan
Während die große, offene Chawan (Matcha-Schale) das zeremonielle Zentrum bildet, ist die zylindrische Yunomi der tägliche Begleiter. Eine Yunomi ist höher als breit. Das hält den Tee im Winter länger warm. Für den Sommer wendet man sich oft flacheren Formen zu, damit die Wärme schneller entweichen kann.
Mit den Händen sehen
Eine gute Tasse wählt man mit geschlossenen Augen. Wie schwer ist sie? Ist die Oberfläche rau und fordernd oder glatt und fließend? Die Japaner glauben, dass der Tee in einer rauen Tasse ehrlicher schmeckt. Es erdet dich.
Die Lippenkante
Auch der Rand einer Tasse verändert den Geschmack. Ein nach außen gewölbter Rand leitet den Tee an die Spitze der Zunge (ideal für süßliche grüne Tees), während ein gerader Rand ihn breiter im Mund verteilt.